Irrtum und Enthüllungen

Jeder Gedanke über das was ist, in Zukunft sein kann und in der Vergangenheit gewesen zu sein schien, ändert sich durch neue Erkenntnisse der Wissenschaft, durch die Reife unseres Geistes und Spiritualität sowie durch das, was wir über unsere Ahnen annehmen, zu wissen fortwährend. Alles, was wir um uns sehen und glauben, was ist, ist morgen nicht mehr. Selbst das, was in Vergangenheit fest geschrieben steht, ändert sich.

Was ist also richtig und was ist falsch? Antwort: Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Und dennoch urteilen wir. Jeder richtet über den anderen, weil wir denken zu wissen, was richtig- und was falsch ist. Und wir nennen das „Gerechtigkeit“. Wir maßen uns an, Gott zu sein. Es gibt keinen solchen Gott, der urteilt – nur wir Menschen tun dies. Aber das Urteil verantworten, vermag niemand. Deshalb verlagern wir Menschen unsere Verantwortung auf einen Gott, der mit dem Stigma der Menschen bekleidet ist. Und dann argumentieren wir, im Namen Gottes zu handeln. Dieses obstruse Denken und das damit einhergehende Handeln ist nicht nur einseitig – es ist feige, unverantwortlich und krank. Jedes Urteil ist ein Urteil an dir. Wir sind die Ahnen. Nur wissen wir es nicht.

Wenn wir einen Gott suchen, den wir durch verschiedene religiöse Überzeugungen, kulturelle- und philosophische Ansichten erschaffen und daran festhalten, sind wir verloren.

Jede Religion, jede Kultur und jeder Mensch hat seine ganz individuellen Wahrheiten. Es sind Wahrheiten, erklärt mit dem Verstand durch Überzeugungen und diversen Theorien. Unendlich, sich ständig ändernde Wahrheiten. Die absolute Wirklichkeit jedoch ist immer gleich! Die einzige Konstante.

Das, was ich wirklich bin, erfahre ich in mir. Alles, was wirklich ist, ist in mir! Und alles, was Außen ist, ist Illusion. Täuschung, Ablenkung von der Wirklichkeit. Eine große Theateraufführung. Jeder spielt darin eine Rolle. Nur weiß es niemand und wird es niemals erfahren, der weiterhin glaubt, dass Außen die Antworten zu finden sind. Konkret: wir träumen unser Leben; unter Hypnose. Es geht wirklich darum, zu erwachen. Dies ist kein spiritueller Unsinn!

2019 ist das Jahr vieler Herausforderungen und Offenbarungen (Enthüllungen). Die Schuldfrage kann nicht mehr in anderen beantwortet werden (konnte sie nie). Der Schuldkult ist eine Lüge und soll uns ablenken vom Wesentlichen. Der Schein löst sich immer mehr auf. Lügen, Intrigen und Übertreibungen erfordern viel mehr Kraft, aufrecht erhalten zu bleiben. Denn eine stärkere Kraft ist freigesetzt. Die Illusion ist fragiler denn je. Chaos am Zenit.

Nach Chaos folgt die Umkehr. Umkehr zu einer absoluten Ordnung. Das, was wirklich ist, wird sich offenbaren für all jene, die jetzt in sich gehen und alles tun, um das äußere Manifest loszulassen.

Das bedeutet Umkehr: sich nach Innen zu wenden und die Reise dahingehend konsequent zu vertiefen. Nicht das Außen ausblenden – damit abschließen! Das ist alles, was es zu tun gibt. Jetzt. Jeder einzelne muss sich bewusst für diesen Prozess entscheiden. Kein Gott kann uns diese Entscheidung abnehmen. Denn dieser Gott, der dies zu tun vermag, existiert nicht.

7 Antworten auf "Irrtum und Enthüllungen"
        • Jonathan
          Jonathan:

          Danke für deine Offenheit! Gehe tief. Nur noch. Dein Burn-out ist ein Geschenk an dich. Sollte es zu privat werden, können wir diesen Dialog auf ein inoffizielles Plateau erheben.

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            Das habe ich irgendwann verstanden. Jetzt versuche ich die Balance zu finden. Gehe tief ist zwar erstmal ein guter Rat, kann aber dazu führen, dass man zu tief geht und dann die typischen Taucherkrankheiten entwickelt. Eine gewisse Oberflächlichkeit muss man sich – denke ich – durchaus erhalten, um nicht abzusaufen.

          • Jonathan
            Jonathan:

            Mit „Tiefgehen“ meine ich nicht, Anderes auszublenden oder sich von anderen Ereignissen, Dingen oder Formen ab zu-trennen, sich abzugrenzen.

            Die Kirche unter vielen anderen Institutionen hat uns krank gemacht. Dieses Sünden-Dogma ist tief in uns verankert. Das müssen wir erkennen und unbedingt loswerden. Aber nicht durch Abwendung, Abgrenzung und nicht durch sich nach-oben-zu-erleuchten.

            Durch das ge-erdet-sein und in mir zu erkennen, was ich wirklich bin, löst Trennung sich auf, löst sich angst. Denn zu erfahren, wer ich wirklich bin, erfahre ich durch geerdete Selbstliebe. Die fragmentierte äußere Realität – die Trennung – kehrt um zum Ganzen, zum Einssein.

            Deswegen „tief gehen“ und immer tiefer. Es kann nie Tief genug sein. Aber in Verbundenheit bleiben.

            Zu (Taucher)krankheiten: Krankheiten sind nicht das, was die meisten denken, was sie sind.

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    Ich messe dem Erkennen, wer ich wirklich bin keine sonderliche Bedeutung zu. Was habe ich von dieser Erkenntnis, sollte ich sie jemals erlangen? Ich versuche stattdessen, rein im Augenblick zu bleiben und mich nicht von Vergangenheit und Zukunft treiben respektive schieben zu lassen.

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